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Nachruf auf Hans Rapp

Der Posaunenchor Lorsbach nimmt Abschied von seinem Chorleiter Hans Rapp, der am 20.2.2017 nach schwerer Krankheit gestorben ist.

Hans Rapp hat den Posaunenchor seit 1990 geleitet und hat ihn in diesem guten Vierteljahrhundert geprägt und zu dem gemacht, was er ist. Zur Zeit sind wir zehn aktive Bläserinnen und Bläser im Alter von 27 bis 78 Jahren. Hans führte den Posaunenchor stets mit großer Begeisterung. Immer war er auf der Suche nach neuen Stücken, die er mit uns einstudieren konnte. Dabei erarbeiteten wir ein weit gefächertes, abwechslungsreiches und anspruchsvolles Repertoire. Mit dem Kirchenchor zusammen gaben wir Spiritual-Konzerte. Für das jährliche Gemeindefest hat er mit uns sowohl volkstümliche als auch swingende Stücke vorbereitet. Gerade Choräle hat Hans ernst genommen und auch diese für jeden einzelnen Auftritt mit großer Sorgfalt geprobt. Viele Gottesdienste haben wir mit festlicher Musik verschönert. In der Adventszeit studierten wir eine Mischung aus traditionellen und modernen Weihnachtsliedern ein. Ganz besonders hing sein Herz an den Chorstücken von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Das mag damit zusammenhängen, dass er in erster Linie Sänger war. Voller Begeisterung erzählte er immer von den großartigen Auftritten mit der Singakademie.

Hans Rapp übernahm den Posaunenchor 1990. Als „Schwiegerenkel“ unseres Seniortrompeters Jakob Gross wurde er nach dem Weggang des damaligen Chorleiters geholt. Der Posaunenchor war schon immer ökumenisch besetzt und auch die evangelische Kirchengemeinde konnte sich dazu durchringen, einen Katholiken einzustellen.

In der langen Zeit gab es viele schöne gemeinsame Erlebnisse. Wir führten Probenwochenenden im Odenwald oder im Taunus durch. Es gab eine ganze Reihe gemeinsamer Konzerte – zum Teil auch mit dem Kirchenchor oder mit anderen Posaunenchören. Die Posaunenchorjubiläen haben wir immer groß gefeiert. Ein Highlight war auch der Motorradgottesdienst auf dem Großen Feldberg im Juni 2015.

Hans Rapp hatte noch viele Pläne. Gerade hatte er zusätzlich die Leitung des Posaunenchores Niedernhausen übernommen, da wurde seine Krankheit festgestellt. Der Posaunenchor hat mit ihm gebangt und gehofft, dass er wieder ans Dirigentenpult zurückkehren würde. Für alle war es schwer, erfahren zu müssen, dass die Kraft dann doch nicht mehr reichte. Wir danken Hans für seinen unermüdlichen Einsatz und die vielen schönen Erlebnisse, die wir mit ihm haben durften. Wir sind sehr traurig, dass er nun von uns gegangen ist. Mit ihm geht eine Ära zu Ende.

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Bereits abgegebene Nachrufe

Begeisterung für gemeinsame Blasmusik (23. Februar 2017)
von Anna und Thomas Kehl

Hans hat uns durch seine Begeisterung für das gemeinsame Musizieren im Posaunenchor angesteckt. Diese Freude hatten wir früher in Lorsbach und heute in Berlin. Mit diesem Bild werden wir ihn in Erinnerung behalten. (Anna und Thomas Kehl)

Un- und Endlichkeit (24. Februar 2017)
von Ulla Hastedt

Hans hat es wie kaum ein anderer verstanden, die Posaunenchorbläser zu fordern und zu fördern,
zu leiten und zu lenken, seine Ideen einzubringen und umzusetzen.
Durch seine 50/50 - Mischung aus modernen Stücken und alter Musik machte Hans den Lorsbacher Posaunenchor besonders musikalisch lebendig,
überdurchschnittlich vielseitig und über die Ortsgrenzen hinaus bekannt.
Nicht als Insel- sondern als Posaunenchor-Hopper wurde ich hier sesshaft. Das zu verdanken sei in erster Linie dem Hans - seine Intensität, an Stücken zu üben
als auch seine Musikalität, Wissen zu übermitteln, auf dynamische Spannbreiten einzugehen.
Sein unermüdlicher Einsatz kontinuierlich an neuen Stücken zu proben und aufzuführen, das machte Hans aus. Zusätzlich seine Freude an der Musik, die uns über den Tellerrand hinaus blicken ließ,
sein symphatisches Auftreten, die Gewissenhaftigkeit, seine Erzähllaune und Geselligkeit.
Ich bin sehr froh, dass ich Hans kennen gelernt habe, aber es wirft mich doch aus der Bahn, dass er so früh aus unserer Mitte, dem Leben, der Familie und alles, was ihm wichtig war, gerissen wurde.
Was jedoch bleibt, sind die Erinnerungen und sein Anker, den er fest in unsere Herzen setzte.
Das Leben ist endlich. Es wird uns gegeben und genommen. Alles hat seine Zeit....
Musik ist grenzenlos und unendlich.
Um dieses Lebensende zu verkraften, rede ich mir ein, dass Hans sein musikalisches Werk im Himmel mit gleichen Intensität wie auf Erden fortführt,
Engelschöre leitet und eine Instrumentalgruppe mit neuen und bereits von uns gegangenen Mitspielern aufbaut,
um dem Herrn zu Ehren zu musizieren.
Dies ist ein schöner Gedanke, der etwas ablenkt vom schmerzlichen Abschied,
den ich in Gebete einbeziehe. Er gibt mir Trost und Frieden im Herzen;
Erinnerungen bleiben - loslassen vom Irdischen lehrt die Zeit...

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