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20 Jahre Posaunenchor der Wiesbadener Kreuzkirche (September 2005)

Einen Doppel-Geburtstag gab es jetzt in der evangelischen Kreuzkirche Wiesbaden zu feiern, der so in unserer Zeit der schnelllebigen Unverbindlichkeit gar nicht selbstverständlich ist. 20 Jahre ist es her, dass die neue Kirchenmusikerin Petra Mohr mit zunächst einer Hand voll Mitstreitern einen Posaunenchor ins Leben rief, der seitdem lebendiger Teil des Gemeindelebens ist.

Grund genug, dies mit anderen zu feiern und sich ein wenig feiern zu lassen. Unterstützung gab's dafür vom Posaunenwerk der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Landesposaunenwart Johannes Kunkel war schon am Samstag Mittag angereist. Denn gemeinsam mit den „Kreuzkirchlern” waren auch Mitglieder umliegender Posaunenchöre zu einem Workshop eingeladen. Ziel: das Programm für das abendliche Konzert zu vervollständigen, den nun ca. 30 Bläserinnen und Bläsern den richtigen rhythmischen „Drive” mitzugeben und sie aufeinander einzustimmen.

Dabei durften Klischees von getragenen Chorälen und immer gleichen Intraden ruhig in der Mottenkiste bleiben. Denn neben dem klassischen Repertoire finden unter dem Stichwort „Neues Lied und neue Rhythmen” Gospels, Pop-Sound und ein bisschen Big Band-Feeling Einzug in die Arbeit.

Vielleicht auch ein Grund dafür, dass auch die Jungbläser-Sektion durchaus sicht- und hörbar Anteil an diesem Fest hatte: zusammen mit den „Großen” etwa in einer „Intrade im alten Stil”, in der Burkhard Mohr Traditionen der Renaissance mit den Bedürfnissen eines modernen Posaunenchores verband. Ein „Go-Sp(i)el” von Reinhard Gramm war ein weiteres gelungenen Beispiel dafür, wie Bläser unterschiedlichen Ausbildungsstandes mitreißend musizieren können.

Neben einer Reihe solcher ebenso gut spielbarer wie effektvoller Musik begeisterten natürlich die Auftritte von BiHuN - dem Bläserkreis in Hessen und Nassau. Die sieben Bläserinnen und Bläser, wie alle an diesem Abend unter der Leitung von Landesposaunenwart Johannes Kunkel, servierten dabei zwischen Antonio Vivaldis Sonate Es-Dur und einer Klezmer-Suite (arrangiert von Dieter Kanzleiter) eine bunte Mischung stilistisch überzeugender Spielart und vereinigten sich mit dem Gesamtchor, um etwa mit dem Samba-Klassiker „Acuarela do Brasil” südamerikanische Stimmung in die abendliche Kreuzkirche zu bringen.

Da ist es kein Wunder, dass auch hinterher beste Stimmung herrschte. Bei der nun folgenden Ehrung gab's nicht nur für Posaunenchor, Leiterin sowie langjährige Bläserinnen und Bläser Dankesworte und Abzeichen der Landeskirche; auch die ganz Jungen erhielten so ein dickes Dankeschön für ihr Engagement, Motivation hoffentlich für viele weitere Bläserjahre.

Ganz im Sinne des neuen geistlichen Liedes „Erd und Himmel sollen singen” - am besten vielleicht als Mitglied der großen Bläserfamilie.

Astrid Scheldt

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