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Bläserworkshop U26 in Wiesbaden – Bericht

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Da stehe ich mit meiner Triple-A Bewertung: zu alt, Anfänger, und, wie mir mein Sohn dann nach dem Lehrgang mitteilte: „Das Programm wäre für dich zu anspruchsvoll gewesen.“ So musste ich dann meinen Sohn am Samstag alleine nach Wiesbaden ziehen lassen. Zum Frühstück hatte ich ihm noch zur Einstimmung Lieder der Solvation Army zu Gehör gebracht, und dann kam auch schon Stefans Jungbläser-Transportbus an. Alle Plätze waren besetzt, und strategisch und erfahren wurde auch noch das letzte Instrument von Stefan im Van untergebracht. Als ich dabei nur ein wenig skeptisch anmerkte, wie denn nun noch der Kofferraum zu schließen sei – ich befürchtete etwaige Blechschäden – bekam ich von Stefan nur ein selbstsicheres „So!“ zugeworfen. Die Heckklappe fiel ins Schloss und alles war trotz meiner Befürchtungen wohl und ohne Schäden verstaut.

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Meine Frau und ich ließen es uns aber nicht nehmen zum kleinen Abschlusskonzert nach Wiesbaden zu fahren. Wie immer erstaunte uns die friedlich-freundschaftliche Atmosphäre und die totale Entspanntheit von Johannes Kunkel. Zur Begrüßung ließ er uns dann auch gleich an seiner Begeisterung und Freude an dem Lehrgang teilhaben. Es sei eine „echt tolle Kiste“ gewesen, und man würde den Besuchern nun zeigen, was man sich erarbeitet habe. Und wirklich, das was sich nun für die Zuschauer öffnete, war eine Piratenklangkiste vom Feinsten, aus der Johannes eine Klangperle nach der anderen herauszauberte. Und ich, der AAA, konnte nur staunen, was da an einem Tag gemeinsam erarbeitet worden war.

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Schade allein war nur, dass lediglich wenige Besucher den Weg zum Ohrenschmaus gefunden hatten. Die jedoch, die gekommen waren, bekamen angenehm was auf die Ohren. Angekündigt wurde, dass der Bläserworkshop im nächsten Jahr am ersten Samstag nach Fasching wieder in Wiesbaden stattfinden wird. Man darf gespannt sein, was in Zukunft der Workshop alles auf's und in's Blech bringen wird. Und wer weiß, vielleicht bin ich dann ja auch nur noch ein AA, der den Ansprüchen vielleicht schon ein wenig besser gewachsen ist, und kann mich (als Fahrer der jungen Workshopbläser) hineinschmuggeln.

Jens Pfeifer
EPC Burgholzhausen