Beide Bezirke
Südnassau Rheinhessen



Rundschreiben 2013

Der Vorsitzende hat das Wort (Nr. 3) – 18.02.2013

Liebe Bläserinnen und Bläser, liebe Chorleiterinnen und Chorleiter,

am Samstag, 16.02.2013, fand die angekündigte Landesversammlung (LV) des Posaunenwerks der EKHN in Hattersheim statt.

Auf der Tagesordnung standen u. a.: Wahl eines neuen Vorsitzenden und Verabschiedung einer neuen Satzung.

Als neuer Vorsitzender wurde der Jurist, Gerhard Zulauf, gewählt, der bisher den Landesposaunenrat (LPR) in juristischen Fragen beraten hat.

Man musste kein Prophet sein, um trotz geheimer Wahl feststellen zu können, dass Herr Zulauf wohl hauptsächlich mit den Stimmen der anwesenden Posaunenchöre aus den 4 Bezirken Nordnassau, Oberhessen, Frankfurt und Starkenburg gewählt wurde.

Ich selbst kann mir sicher nur – mit einem entsprechenden Unsicherheitsfaktor – die Stimmen der anwesenden Posaunenchöre aus Südnassau und Rheinhessen zurechnen.

Damit hatten wir erwartungsgemäß einen ähnlichen Stimmenproporz, wie schon oft bei Abstimmungen in den Sitzungen des Landesposaunenrats, dem „Parlament“ des Posaunenwerks (PW).

Man kann gespannt sein, wie der „neue Mann“ sein Ehrenamt und seine Aufgabe wahrnimmt und versucht, die Probleme der Vergangenheit und Gegenwart aufzuarbeiten.

Es wird sicher nicht einfach werden, alle aktuellen und kontrovers diskutierten Themen, einer Lösung oder einem Kompromiss zuzuführen.

Hoffentlich besitzt Herr Zulauf die notwendige Professionalität für dieses Ehrenamt und einen „langen Atem“.

Seine Vorgänger hatten, was deren Amtslaufzeit anbelangt, so ihre „Mühe“, wenn man sich die Statistik der letzten Jahrzehnte anschaut.


Das 2. Hauptthema, das im Rahmen der Tagesordnung diskutiert wurde, war der „neue“ Satzungsentwurf.

Hier sollte nach mehrheitlichem Beschluss im LPR die bestehende Satzung nur in einem Punkt: Dienstaufsicht modifiziert werden. Die Dienstaufsicht hatte in der Vergangenheit der Vorsitzende des PW, seit letztem Jahr die Landeskirchenmusikdirektorin.

Die Kirchenverwaltung / Kirchenleitung, die zur LV eingeladen, aber nicht erschienen war, hatte in einem Schreiben, das verlesen wurde, kurzfristig mitgeteilt, dass eine nur in diesem Punkt „Berichtsweg“ neu formulierte Satzung nicht die Zustimmung der EKHN erhalten würde. Dies wurde bereits in der letzten gemeinsamen LPR-Sitzung auch schon so angekündigt.

Trotz intensivem Meinungsaustausch in der Versammlung wurde dieser Tagesordnungspunkt letztendlich abgesetzt, da die beabsichtigte Änderung nach geltendem Recht (BGB) nicht fristgerecht und damit nicht rechtzeitig und nicht ausreichend kommuniziert wurde (was nicht der Kirchenverwaltung anzulasten ist).


Damit bleibt das Thema Satzung zunächst auch weiter Verhandlungspunkt im LPR mit der Kirchenverwaltung.

Sollte es in den kommenden Monaten wieder zu keiner Einigung kommen, besteht die Gefahr, dass die EKHN eine Satzung vorlegt, die „kirchenkonform“ ist und viele weitere Paragrafen in ihrem Sinn ändert.

Alle Sachverhalte, die nach Meinung der Kirchenverwaltung neu formuliert werden müssen und von der Mehrheit im LPR blockiert werden, sind bekannt. Irgendwann wird die Geduld der Verantwortlichen in der EKHN am Ende sein und dann wird auch nicht mehr verhandelt werden – das wäre aus meiner Sicht die schlechteste Variante.

Eines sollte man nie vergessen: Das Posaunenwerk ist eine Organisation innerhalb der Landeskirche – die Eigenständigkeit hat also ihre Grenzen, zumal die Kirche auch Gelder in nicht unerheblichem Maß zur Verfügung stellt. (Wer jemals mit „Sponsoren“ zu tun hatte, weiß, dass man solche Leute oder Organisationen nicht unnötig „ärgern“ sollte.)

Mit dem Satzungsentwurf, den die Bezirke Südnassau und Rheinhessen vornehmlich formuliert hatten, hätte es aus Sicht von meinem Kollegen A. Heinze und mir eine gute Chance gegeben, einen gemeinsamen Kompromiss auszuhandeln.

Die Mehrheit im LPR hat sich bedauerlicherweise anders entschieden und diese Neufassung der Satzung – wie bereits berichtet – mehrheitlich verworfen.

So wird es bestimmt auch rund um dieses Thema spannend bleiben, aber vielleicht hat der neue Vorsitzende gute Ideen (die überzeugen müssen), wie der LPR aus diesem Dilemma herauskommen kann – oder auch nicht.

Herzliche Grüße,

Hans-Georg Lachnitt

Posaunenwerk der EKHN, Bezirk Rheinhessen
Vorsitzender: Hans-Georg Lachnitt
E-Mail: HLachnitt@aol.com
18.02.2013

Anhänge

Landesposaunenrat Landesposaunenrat
Weitere Rundschreiben