Beide Bezirke
Südnassau Rheinhessen

Zum Tode von Hans-Georg Lachnitt

Johannes Kunkel, Landesposaunenwart im Posaunenwerk der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, zuständig für Rheinhessen und Südnassau, teilt mit:

Mein lieber Freund, Hans-Georg Lachnitt, der Vorsitzende der evangelischen Posaunenchöre in Rheinhessen, ist am Montagabend, den 12. Oktober 2015, auf der Palliativstation der Uniklinik Mainz friedlich und entspannt gestorben.

Hans-Georg wollte keine Traueranzeige, daher schreibe ich dies mit dem Einverständnis seiner Frau Renate.

Die Trauerfeier fand am Freitag, den 16. Oktober 2015, in der Halle des Friedhofs in Ingelheim (Frei-Weinheim) statt.

Hans-Georg Lachnitts Posaunenchor „Die Meenzer Paulusbleezer“ unterstützt vom Posaunenchor der Ingelheimer Versöhnungskirche und weiteren, mit ihm eng verbundenen Blasenden bildeten eine stattliche Gruppe.

Begleitet wurden die Choräle, die Hans-Georg und Renate ausgesucht hatten: EG 398 „In dir ist Freude“, EG 488 „Bleib bei mir, Herr“ und EG 99 „Christ ist erstanden“. Als freie Vortragsstücke wurden gespielt „Music for Queen Mary“ (dieses dreisätzige Werk hatte Henry Purcell zum Tode von Queen Mary II komponiert) und „Wendet euch um ihr Äderlein“ von Samuel Scheidt.

Meine Gedanken werden immer wieder zu Hans-Georg wandern. Er hat unsere Posaunenchorarbeit als rheinhessischer Vorsitzender wesentlich durch seine Leitung unterstützt, hat zahlreiche Veranstaltung mit seiner Erfahrung organisiert und hat als Bläser und Chorleiter zu vielen Posaunenchormenschen fruchtbare Beziehungen entwickelt.

Mit traurigen Gedanken
Johannes Kunkel

Letztes Bild von Hans-Georg Lachnitt - auf
der Palliativstation in Mainz

Letztes Bild von Hans-Georg Lachnitt – auf der Palliativstation in Mainz
Foto: Renate Lachnitt

Trauerrede

gehalten von Pfarrer Peter Fleckenstein, Versöhnungsgemeinde Ingelheim, am Freitag, den 16. Oktober 2015

Video mit Hans-Georg Lachnitt

EPiD-Posaunenchor musiziert auf der Ratstagung 2010

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Bereits abgegebene Nachrufe

Ehrlich, aufrichtig, kämpferisch (22. Oktober 2015)
von Ulrike Klein

Hans-Georg Lachnitt war für mich

ein engagierter, fähiger Kollege aus dem benachbarten Bezirksvorstand
ein starker Mitkämpfer in Angelegenheiten der Posaunenchöre
ein treuer Freund

Wenn ich nach Adjektiven suche, um Hans-Georg zu beschreiben, fallen mir zuerst ein "ehrlich, aufrichtig, kämpferisch".

Er war immer geradeheraus, hat sich immer vollständig für eine Sache engagiert, hat immer ehrlich seine Meinung gesagt und sich nichts gefallen lassen und aufgedeckt, was er nicht für richtig hielt. Damit hat er sich natürlich nicht nur Freunde gemacht.

Sein besonderes Engagement galt der Posaunenchorarbeit. Unter der Situation im Posaunenwerk hat er oft gelitten. Den Kampf um das Bläserzeichen hat er wesentlich unterstützt.
/news/blaeserzeichen.php

Diese Themen haben ihn niemals losgelassen. Auch als er schon schwer krank war und die meisten sich in dieser Situation aus dem Leben zurückgezogen hätten, stand er immer noch in der Öffentlichkeit, hat seine Ämter erfüllt und niemals geruht, Missstände aufzudecken. Dafür habe ich ihn immer bewundert.

Er war ein kreativer Mensch. Erhalten geblieben sind einige Gedichte auf dieser Website:
Gedicht zu Johannes Kunkels Dienstjubiläum
Gruß an das Aquarium

Zum Layout dieser Website hat er entscheidend beigetragen.
Die Notenlinien mit Facettenkreuz "Gott loben das ist unser Amt" sind sein Werk.
Die Darstellung und Würdigung der stattgefundenen Ehrungen gehen auf ihn zurück.
Auch hat er die rheinhessische Dankeurkunde erstellt:
Rheinhessische Dankeurkunde

Wer ihn noch einmal erleben möchte, kann auch die rheinhessischen Rundschreiben nachlesen:
Der Vorsitzende hat das Wort

Er entwarf viele Organigramme und Präsentationen, um auf Versammlungen die Struktur im Posaunenwerk zu erklären. Beispiele sind:
Graphik über die Vorsitzenden
Graphik über die Organisation im Posaunenwerk

Er hatte ein großes organisatorisches Talent. Der Bezirksposaunentag 2014 in Nierstein war der letzte, den er organisierte. Dort waren selbst kleinste Details liebevoll und akribisch geplant.

Hans-Georg war ein optimistischer, aber dennoch realistischer Mensch, der sich nicht zum Sklaven seiner Krankheit hat machen lassen. Dabei wurde er von seinem tiefen Glauben gehalten. Ich denke, es ist kein Zufall, das die von ihm ausgesuchten Lieder zu seiner Trauerfeier alle auf die Auferstehung deuten.

Hans-Georg Lachnitt lebte für die Posaunenarbeit.
Er konnte mit seinem reichen Erfahrungsschatz Maßstäbe setzen und hinterlässt nun eine schmerzliche Lücke. Die Fußstapfen, die er getreten hat, sind sehr groß. Die muss erst einmal jemand ausfüllen können.

Renate, dir wünsche ich viel Kraft, mit dieser Lücke zu leben, und dass die Bläsergemeinschaft dir in dieser schwierigen Zeit Halt bietet.

Ein letzter Gruß aus dem Rheinland! (3. November 2015)
von Friedemann Schmidt-Eggert

Mit Trauer und Bestürzung nehmen wir - das Posaunenwerk im Rheinland - den Tod von Hans-Georg Lachnitt zur Kenntnis. Ich hatte immer wieder mit ihm Kontakt und erinnere mich gerne an die zugewandte Art, seine Leidenschaft für die Sache der Bläser, sein Lachen und seine Freundlichkeit. Für Euch als Werk bedeutet dies ein großer Verlust. Doch ich lese heraus, dass Ihr ihn in seinen letzten Tagen begleiten konntet. Der Tod bleibt am Ende etwas sehr individuelles und persönliches.
Wir wissen uns getragen und begleitet in den schweren Stunden. Sowohl im "Gehen-lassen", wie im „Gehen“. „Aus Gottes Hand, in Gottes Hand“ heißt es bei Ludwig Uhland.
In diesem Sinne wünschen wir der Familie und dem Posaunenwerk Gottes Segen und Kraft für die Zukunft ohne Hans-Georg!
Friedemann Schmidt-Eggert, Landesobmann Rheinland

Erinnerung an einen streitbaren Kollegen (7. November 2015)
von Eberhard Petri

Hans-Georg Lachnitt ist tot - weder bestürzt, noch überrascht habe ich die Nachricht erhalten. Als Mitglied im Landesposaunenrat seit Anfang 2013 wusste ich, wie es um ihn stand. Zuerst sah ich ihn als Kandidat für den Vorsitz im Posaunenwerk der EKHN Anfang 2013. Es war vorauszusehen, dass er nicht gewählt wird, dennoch kandidierte er. Respekt, dachte ich. Viele scheuen eine solche Kandidatur, bleibt doch der Makel des Verlierers wie ein Stigma an der Person kleben. Er, der ehemalige Betriebsrat, wusste das selbstverständlich, aber es war seine Überzeugung, dass eine Kandidatur richtig war, also handelte er. Schon damals signalisierte man mir, dass er ernstlich erkrankt sei. Nicht zum ersten Mal. Es war zu sehen, wie ihn der Kampf gegen den Tod, besser: für das Leben belastete. Er führte den Kampf mit offenem Visier, wer wissen wollte, wie es ihm ging, erhielt bereitwillig und detailliert Auskunft. 2014 trafen wir uns beim Hauptbahnhof in Mainz, um uns auszusprechen. Ich wollte ihn gewinnen, für einen Neuanfang des Posaunenwerks, für die Idee der "Ideenwerkstatt". Ich ahnte, dass er Zugang hatte zu wichtigen Leuten in der Führungsetage der Landeskirche. Es war schwierig, eine Herausforderung, mit ihm zu sprechen, ihn zu überzeugen. Das ist mir bis zum Oktober 2015 nicht gelungen und nun habe ich keine Chance mehr, mit ihm, Seit' an Seit', für eine gute Zukunft der Posaunenchöre in der EKHN zu kämpfen. Jetzt, wo sich vieles ändern wird, werden wir ihn vielleicht vermissen. Im Juli hat er sich von uns im LPR verabschiedet, es werde ihm zu anstrengend. Wir ahnten nicht, dass er uns so rasch verlassen wird. Ich bin traurig!
Eberhard Petri, Bezirksvorsitzender Starkenburg

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