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Posaunenchorfreizeit in Brotterode im Haus auf dem Seimberg
6.–20. August 2015

In diesem Jahr begann die Freizeit bei heißen Temperaturen um die 33–35°C. Wohl dem, der eine Klimaanlage im Auto oder Zug sein eigen nennen konnte!
Zwei tapfere Bläser-Mountainbikefahrer hatten dieses Glück nicht und bewältigten bei diesen tropischen Temperaturen den Höhenunterschied von über 600m bergauf, bergab von Eisenach nach Brotterode zum Haus auf dem Seimberg mit viel Schweiß und langem Atem. Aber wie schön, beim Abendessen waren dann fast alle 37 Teilnehmer der Bläserfreizeit im Alter von 2 bis 78 Jahren angekommen, auch die Radler. Eine Familie trudelte noch nachts ein.

Nun starteten wir jeden Tag mit einem reichhaltigen, leckeren Frühstücksbuffet. Anschließend gab es eine besinnliche Andacht. Die Texte wählte unser LPW Johannes Kunkel wieder wunderbar aus. Begleitet wurden die zu singenden Lieder souverän von Manuel Pschorn auf dem Keyboard in der schönen Kapelle des Hauses.

Dann begann der Probenvormittag mit altbewährten kunkelschen Einblasübungen, dabei durften auch mal die Züge der Nummern 3 und 4 mit- und gegeneinander fahren. Aber nicht zu oft, denn auch im Probenraum herrschten noch ordentliche Temperaturen. Wir kamen auch ohne körperliche Tätigkeit gut zum Schwitzen.

So bereiteten wir zwei Gottesdienste vor:

Einen Kirmesgottesdienst in Kleinschmalkalden, mit Kirmesrufen der Kirmespaare (ich verstand nur eine Passage, „Hundehütte, Hundehütte, wau, wau, wau“) und einer anschließenden Einladung zu einer Thüringer Rostbratwurst auf dem Kirmesgelände.
Der zweite Gottesdienst war dann ein „normaler“ in Brotterode.
Aber, in beiden Gottesdiensten brachten die Pfarrer Witze passend zum Thema zu Gehör, eine nette auflockernde Gemeinsamkeit.

Außerdem gestalteten wir noch zwei Werkstattkonzerte für die weiteren Gäste im Haus auf dem Seimberg.

Der krönende Abschluss war natürlich unsere abendliche Serenade für kleine und große Leute in der ev. Kirche zu Trusen.

Diesmal mussten wir leider einen großen Umweg fahren, um dort hinzugelangen. Statt der ca. 5 km nach Trusen runter ins Tal, fuhren wir fast 20 km über Kleinschmalkalden und Floh-Seligenthal. Eine Komplettsperrung der Strecke wegen Straßenbauarbeiten zwischen Brotterode und Trusen machte dies nötig.
Aber richtige Bläser schreckt so etwas ja nicht ab!

Wir spielten Stücke quer durch Klassik, Swing und Rock und natürlich auch unsere bewährten Kinder-Ratemusiken (z.B. Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, „der, die, das“ etc.) Das Publikum dankte uns und bedachte uns mit viel Applaus.

Während unserer Vormittagsproben beschäftigte und belustigte Sigrid Müller unsere Kleinsten in ihrer seit Jahren bewährten, lieben Weise.

Auch die „freie“ Zeit kam nicht zu kurz.
Die Nachmittage und 2 ganze freie Tage wurden zu vielfältigen Ausflügen in die nähere und weitere Umgebung genutzt.

Hier ein Auszug aus den vielen besuchten Zielen:

Da waren das wunderbar gelegene Waldschwimmbad in Kleinschmalkalden und das Inselsbergbad in Brotterode. Der Wasserfall (auch zum Abstellen) im Trusetal, die Falknerei bei Ruhla, das Besucherbergwerk Finstertal (mit weltweit einmaligen bunt fluoreszierenden Mineralien unter Tage), die Kutschfahrt durch die Brotteroder Umgebung. Eine Wanderung zum großen Inselsberg (916,5 m) durfte natürlich nicht fehlen! Der Besuch der Landesgartenschau in Schmalkalden war ein Schmaus für die Nase und die Augen.
Im Tobiashammer in Ohrdruf und in der Glockenwerkstatt in Kleinschmalkalden wurden wir belehrt, dass es Techno-Musik schon in früheren Zeiten gab. Nämlich in Gestalt eines Luftdruckhammers oder auch einer Stahlstanzmaschine. Echt wahr, man muss es gehört haben!!! Auch Ausflüge nach Eisenach, Erfurt und Weimar wurden gemacht.

Nach dem Abendessen konnte, wer wollte, noch eine Stunde „Just for Fun“ blasen aus neuen und alten Noten. Und danach saßen wir abends doch tatsächlich bis in die späte Nacht hinein draußen auf der Terrasse unter freiem Himmel und redeten, spielten und tranken manch guten Tropfen Wein, Bier, Wasser etc.

Das war für Brotterode ein Novum, denn bei den beiden früheren Freizeiten hier war daran wegen der abendlichen Kälte überhaupt nicht zu denken, vielleicht für Hartgesottene. Daher haben wir das „draußen sitzen“ natürlich ausführlich genossen! Dadurch kamen wir aber nur einmal in den Genuss eines Filmabends mit genau drei (!) Folgen „Shaun das Schaf“ und einem Konzert-Film von Mnozilbrass.

Es gab tatsächlich gegen Ende der Freizeit auch mal 2–3 regnerische Tage, die waren aber fast willkommen, ging doch damit eine gewisse Abkühlung einher.

Unser gemeinsamer geselliger Abend bildete mit munterem Gesang, Spielen und heiteren Verkleidungen einen schönen Abschluss unserer ereignisreichen Freizeit.

Und bis wir uns wiedersehen … vielleicht in Borkum 2016 !?

Cornelia Schmidt-Pschorn
Wiesbaden